DAK: Enttäuschung in der ersten Runde

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Die erste Runde zur Gehaltstarifverhandlung am 23. Januar 2026 verlief komplett enttäuschend. Die Marktsituation ist angespannt, die GKV-Zukunft unsicher. Das ist allen Beteiligten bewusst. Daher hat ver.di eine dieser Situation angemessene Forderung aufgestellt.

Die DAK-Gesundheit hat uns folgendes „Angebot“ vorgelegt:

  • 2,0% ab 01.Oktober 2026
  • 1,0% ab 01. September 2027
  • jeweils 50€ ab 01. Oktober 2026 und 01. September 2027 für die Auszubildenden
  • Laufzeit 30 Monate

Wir haben zweimal nachgefragt, ob die DAK-Gesundheit dieses „Angebot“ in dieser Verhandlungsrunde verbessern will. Die Antwort war „Nein“!

Jetzt müssen wir Arbeitskampfmaßnahmen planen. Das wäre vermeidbar gewesen, wenn der Vorstand echte Verhandlungsbereitschaft gezeigt hätte. Das war leider nicht der Fall. Kompromissbereitschaft ist gefragt!
ver.di versteht, dass Krankenkasse nur mit den Beschäftigten funktionieren kann.

Wieder einmal versucht die DAK-Gesundheit, Themen aus dem Manteltarifvertrag mit der Entgeltrunde zu vermischen. Beispielsweise könne man das vorhandene Budget für die Jubiläumszuwendungen umverteilen.

Sich montags für die „Benefits“ zu loben und am Freitag derselben Woche diese selbst infrage zu stellen, ist abenteuerlich. Bei den „Benefits“ handelt es sich im Regelfall um tarifvertragliche Errungenschaften von ver.di!

Die ver.di-Forderungen:

  • 5,9% mehr monatliches Entgelt
  • mind. 150,– € für die Azubis und Dualis
  • 12 Monate Laufzeit

Erwartungen:

  • echte ver.di-Vorteilsregelung

Bereitschaft:

  • weiterhin Umwandlungsmöglichkeit des Weihnachtsgeldes in freie Tage

Ihr habt die Durchsetzung der Forderungen selbst in der Hand. Lasst euch also kein X für ein U vormachen und kämpft mit ver.di für gute und zeitgemäße Vergütungen!

Tarifinfo DAK | 1. Verhandlungsrunde